Über Österreich geht es zurück nach Hause. Wien, Krems und das Stift Zwettl sorgen noch einmal für schöne Eindrücke. Doch Herbstwetter und die zunehmenden Mängel unseres Grand California beenden die Reise früher als geplant. Zeit für einen Rückblick auf sieben Wochen unterwegs durch Südosteuropa.
Reisen, Erleben, Erzählen – unterwegs mit dem Grand California
Unterwegsnotizen ist mehr als ein Reiseblog. Es sind Gedanken und Geschichten von Wegen, die nicht im Reiseführer stehen. Von stillen Seen und wilden Küsten, von Kultur, Geschichte und Begegnungen. Reisen, die bleiben – festgehalten in Worten und Bildern.
Wassereintritt, tropfende Armaturen, viele Werkstatttermine: Unser Grand California fordert Geduld. Wir zeigen, wo Besitzer genauer hinschauen und genau nachfragen können. Ein Blick auf andere Reisemobile zeigt: Auch dort gibt es ähnliche Probleme. Eine Handreichung für den nächsten Werkstattbesuch.
Zwei Monate mit dem Wohnmobil durch Albanien, Nordmazedonien, Serbien, Kroatien und Ungarn: eine Reise voller Gegensätze. Was sagen Straßen, Städte und Müll über Wohlstand und Geschichte aus? Und was geschieht, wenn die Wirklichkeit unterwegs nicht zu unseren Bildern im Kopf passt? Eine Reisebilanz.
Ungarn wird oft mit Puzsta gleichgesetzt, riesigen Steppengebieten und irgendwas mit Donau. Dabei ist das ein Land reich an Kultur und Geschichte. Und gerade im Westen des Landes riecht es überall ein wenig nach Sissi.
In orthodoxen Kirchen ziehen zuerst die Ikonen, Fresken und Mosaiken den Blick auf sich. Eindrücklicher ist allerdings, wie selbstverständlich viele Menschen diese Kirchen betreten, beten und wieder gehen. Auf dem Balkan gehört das noch sichtbar zum Alltag.
Über Belgrad und Novi Sad geht es weiter Richtung Heimat. Unterwegs begegnen wir orthodoxer Glaubenstradition, den Spuren der deutschen Teilung und einem Ungarn, das uns überrascht. Der Balaton erinnert an Zeiten, als Ost und West selbst im Urlaub getrennte Welten waren.
Kaputte Straßen, verfallene Häuser, Armut. Unsere Reisen durch ehemals sozialistische Länder machen uns nachdenklich. Wir kommen selbst aus der politischen Linken und haben einmal von einer gerechteren Welt geträumt. Was ist aus diesen Träumen geworden? Und was haben wir aus der Geschichte gelernt?
Zwei Tage Spätsommer am Ohridsee, dann geht es weiter nach Norden. Wir entdecken das überraschende Skopje mit seiner eigenwilligen Architektur, vergleichen unsere Eindrücke von Albanien, Nordmazedonien und Marokko und folgen schließlich dem legendären Autoput nach Serbien – Richtung Heimat.
Wir erleben improvisierte Campingplätze, das antike Apollonia, das industrielle Erbe von Elbasan und die verlassene Eisenbahn im Shkumbin-Tal. Nach fast drei Wochen lassen wir Albanien hinter uns – und schon wenige Kilometer hinter der Grenze wirkt plötzlich vieles anders.
Wir sind wieder am Meer – und Albanien bleibt widersprüchlich. Das Blaue Auge ist uns zu voll, Sarandë zu verbaut, dafür sitzen wir abends vor dem Camper und schauen nach Korfu. Später geht es über den Llogara-Pass. Und wieder fragen wir uns: Was für ein Land ist das eigentlich?









