Eigentlich gefällt mir die Idee der PeakDo 2 nach wie vor ausgesprochen gut. Zusammen mit der Starlink Mini bildet sie eine kompakte Einheit, die sich ohne zusätzliches Kabelgewirr betreiben lässt. Powerbank in die Starlink setzen, einschalten – fertig. Genau deshalb haben wir und das Teil gekauft.

Nach einiger Zeit im praktischen Einsatz im Wohnmobil fällt mein Urteil allerdings deutlich ernüchternder aus: Ich würde mir die PeakDo 2 nicht noch einmal kaufen. Das eigentliche Problem: kein sinnvoller Bypass-Betrieb.

Die PeakDo 2 hängt bei uns an der 12-Volt-Versorgung des Wohnmobils. Darüber lässt sie sich auch relativ schnell wieder aufladen. So weit, so gut.

Was allerdings nicht funktioniert, ist ein sinnvoller Bypass-Betrieb. Ich hätte erwartet, dass bei angeschlossener 12-Volt-Versorgung die Starlink Mini darüber versorgt wird und die PeakDo ihren Akku gleichzeitig entweder lädt oder zumindest dessen Ladezustand hält. Genau das passiert nicht zuverlässig: Im Betrieb entlädt sich der interne Akku weiter. Irgendwann ist Schluss und die PeakDo muss wieder geladen werden. Gleichzeitig wird die gesamte Einheit im Betrieb ziemlich heiß.

Damit verliert sie für mich einen wesentlichen Vorteil. Ich möchte im Wohnmobil nicht noch eine weitere Batterie haben, um deren Ladezustand ich mich kümmern muss. Schon gar nicht, wenn eine Stromversorgung zur Verfügung steht, an der das Gerät ohnehin hängt.

Die Starlink Mini direkt über 12 Volt zu betreiben, ist da letztlich die wesentlich unkompliziertere Lösung.


Eine Steuerung, für die man Internet braucht

Noch kurioser wird es bei der Steuerung: Die vermeintliche App der PeakDo 2 ist keine richtige App, sondern im Grunde eine Webanwendung. Das funktioniert zunächst durchaus bequem. Darüber kann ich beispielsweise die Starlink Mini ein- und ausschalten.

Nur hat die Sache einen kleinen Schönheitsfehler: Wenn ich die Starlink darüber abschalte, schalte ich damit möglicherweise genau die Internetverbindung ab, die ich anschließend benötige, um die Weboberfläche wieder aufzurufen und die Starlink erneut einzuschalten. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Um meinen Internetzugang wieder einzuschalten, brauche ich einen Internetzugang.

Natürlich kann man sich irgendwie behelfen. Aber darum geht es nicht. Eine solche Lösung müsste lokal funktionieren – beispielsweise per Bluetooth oder über eine lokale WLAN-Verbindung. Gerade bei einem Gerät, das für den mobilen Einsatz gedacht ist, sollte man nicht davon ausgehen, dass jederzeit eine zweite Internetverbindung zur Verfügung steht.


Schade um eine eigentlich gute Idee

Das Ärgerliche daran ist: Das Grundkonzept gefällt mir: PeakDo 2 und Starlink Mini bilden zusammen eine angenehm kompakte Einheit. Keine herumliegende separate Powerbank, wenig Kabel und das Ganze lässt sich schnell aufstellen und wieder wegräumen. Gerade im Wohnmobil ist das attraktiv.

Nur reicht eine gute Idee eben nicht.

Wenn die PeakDo ohnehin an der 12-Volt-Versorgung hängt, möchte ich sie dort einfach angeschlossen lassen können. Ich möchte nicht darüber nachdenken, ob sich ihr Akku während des Betriebs gerade entlädt. Ich möchte keine unnötig hohe Wärmeentwicklung. Und wenn das Gerät meinen Internetzugang schalten kann, möchte ich es selbstverständlich auch dann bedienen können, wenn dieser Internetzugang gerade ausgeschaltet ist.

Eigentlich keine exotischen Anforderungen.


Würde ich sie wieder kaufen?

Nein.

Als kompakte Ergänzung zur Starlink Mini hat die PeakDo 2 Powerbank durchaus ihren Reiz. Aber genau dieser Vorteil reicht mir, so wie das umgesetzt wurde, nicht aus. Und wenn ich sie nur als Powerbank betrachte, gibt es günstigere Alternativen, die ihren Job mindestens genauso gut erledigen. Das Fazit nach dem praktischen Einsatz fällt deshalb ziemlich einfach aus:

Clever gedacht, schlecht zu Ende gedacht.

Oder etwas weniger freundlich formuliert: Die Hardware-Idee ist gut. Aber so, wie das Gesamtsystem in der Praxis funktioniert, ist es für mich schlicht Murks.